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Merseburg NaziaufmarschMerseburg Naziaufmarsch 2015Seit 2011 mobilisiert die rechtsextreme Szene Aufmärsche nach Merseburg. Dem Aufruf des "Merseburger Bündnisses gegen Rechts" zum Protest folgten in diesem Jahr etwa 500 Menschen und beteiligten sich an den verschiedenen Gegenveranstaltungen. Franca Meye, Koordinatorin des Juso-Landesarbeitskreises gegen Rechtsextremismus, stellt im Anschluss an die Proteste fest: "Trotz des teilweise aggressiven Auftreten der Polizei gegenüber den Demonstrantinnen und Demonstranten, war der heutige Tag in Merseburg ein großer Erfolg." Ergänzend stellt sie fest: "Die rechten Aufmärsche wurden erfolgreich blockiert und die geplante Hauptkundgebung der Nazis konnte nicht durchgeführt werden." Nachdem die lokale rechtsextreme Szene bereits im Vorfeld das mangelnde Engagement der "nationalen Aktivisten" kritisiert hat, konnten sie sich mit knapp 100 Neonazis südlich des Bahnhofes sammeln,kurz nach Beginn ihres Aufmarsches stießen sie auf eine Sitzblockade und mussten nach längerem warten unverrichteter Dinge wieder zum Bahnhof zurückkehren. Nachdem die Nazis im letzten Jahr dank mehrerer BlocFacebook Auftritt "Division Merseburg"Facebook Beitrag der "Division Merseburg - Leuna"kaden das Bahnhofsgelände nicht verlassen konnten, versuchten sie dieses Jahr mit zwei Aufmärschen abseits des Bahnhofes den Blockaden zu entgehen. Dieser zweite Aufmarsch um den Bundesvorsitzenden der Partei „Die Rechte" Christian Worch versuchte mit einer kleinen Gruppe von knapp 50 Personen ebenso durch die Stadt zu marschieren. Nach zwei Blockaden konnte auch dieser Aufzug erst verzögert und anschließend gestoppt werden. "Sofern die Nazis nach den zwei erfolglosen Aufmärschen in diesem und letzten Jahr ihre Versuche nicht einstellen, werden wir auch nächstes Jahr nach Merseburg kommen, wenn es wieder heißt: Merseburg stellt sich quer!", so Meye abschließend.