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Die Jusos Magdeburg beschlossen auf ihrer Sitzung am 05. Juni 2011, die SPD-Stadtratsfraktion aufzufordern, dem Aufhängen der Regenbogenfahne zum diesjährigen Christopher-Street-Day vor dem Rathaus zuzustimmen.

Außerdem soll Oberbürgermeister Lutz Trümper die Schirmherrschaft des CSD übernehmen.

Jedes Jahr wird an verschiedenen Terminen in verschiedenen Städten in ganz Deutschland durch Straßenfeste, politische Aktionen und Paraden der Christopher-Street-Day begangen. Der Tag gilt als Beginn der Bewegung gegen die Diskriminierung homosexueller Lebensweisen. In vielen Städten ist der CSD schon lange im „Mainstream“ angekommen. Menschen aller Lebensweisen feiern zusammen, dass Minderheiten in ihrem Kampf gegen Ausgrenzung, Kriminalisierung und Diskriminierung schon weit gekommen sind.

Auch die Politik zeigt sich solidarisch, in dem Regenbogenfahnen vor den Rathäusern wehen. Überall in Deutschland? Nein, denn im letzten Jahr weigerte sich die SPD-Fraktion im Stadtrat von Magdeburg, einem entsprechenden Antrag auf Hissen der Regenbogenfahne zuzustimmen. Dazu Tina Rosner, Stellvertreterin im Juso-Stadtvorstand: „Wir finden dieses Verhalten unsozialdemokratisch und peinlich.

Der immer noch existierenden Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität muss entschieden entgegen getreten werden.“ Zudem, so führt Rosner aus, dürfe sich die Solidarität nicht in einem Sektempfang im Rathaus erschöpfen, sondern müsse sich durch das Hissen der Regenbogenfahne vor dem Rathaus öffentlich manifestieren.