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Die Jusos Magdeburg fordern die Abgeordneten des Europaparlaments auf, die von der EU-Arbeits- und Sozialministerrunde beschlossene Vorlage zur Arbeitszeitregelung in der vorliegenden Form nicht zu beschließen. Die Unterscheidung von Bereitschftsdiensten in "aktiven" und "passiven" Bereitschaftsdienst ist nicht hinnehmbar. Hier entsteht die Gefahr der Unterbezahlung gerade unterer Einkommensgruppen wie dem Pflegepersonal in Krankenhäusern. Aber auch die Gefahr der Wiederkehr von Endlos-Schichten für ärztliches Personal wäre eine nicht akzeptable Folge dieses Beschlusses.

Bereitschaftszeit ist Arbeitszeit und muss es bleiben! Wir nehmen in diesem Zusammenhang die Aussage des Bundesarbeitsministers, dass der Beschluss des Ministerrates keinen Einfluss auf deutsches Arbeitsrecht haben wird, mit Erleichterung zur Kenntnis, fordern aber die Europaabgeordneten mich Nachdruck auf, die bestehende Vorlage abzulehnen