Drucken

Media ConferenceNächstes Wochenende, nächstes Zusammenkommen. Dieses Mal standen die Tage ganz im Zeichen der sozialen Medien auf der YoungSOCIALists ´Media Conference (#ysmc2018) und Berlin sollte uns dafür empfangen. Die Hauptstadt zeichnete sich, wie immer in einer wunderbaren Mischung aus Dreck, rotziger Gastfreundlichkeit und modischen Fragwürdigkeiten aus, also so wie man sie lieben muss. Das SPD-Hauptquartier, besser bekannt als das Willy-Brandt-Haus, öffnete seine Pforten für uns, um uns über die Möglichkeiten und Insights des Web 4.0 zu liefern und die Partei endlich in das 21. Jahrhundert führt.

Nach den üblichen Kennenlernritualen der angereisten Jusos; “Und, wo kommst du her?” “Cool” “Und sonst so?”, hatten wir die Ehre einen Impulsvortrag von der wunderbaren Carline Mohr zu bekommen. In ihr personifizierte sich Charme, Know-How und eine spitze Zunge, denn sie analysierte für uns die Defizite der SPD als identifikationsstiftendes Gebilde. Sie schärfte uns ein, dass jeder Einzelne von uns ein Spiegelbild der Partei ist und wir daher auch am meisten an uns selbst arbeiten müssen. Nach diesem inspirierenden Input erfolgte wieder eine freie Abendgestaltung, was am Ende hieß, ein paar altbekannten Kneipenstraßen die Aufwartung zu machen.

Der Samstag bricht an und er ist vollgepackt. Der Auftakt des Tages sollte eine Diskussionsrunde mit Kevin Kühnert über die digitale Zukunft der Partei. Danach gestaltete sich die erste Station des Tages gleich professionell. Wir bekamen direkte Einblicke in die Welt verschiedenster Social Media Redaktionen. Die Auswahl bestand aus dem YoutubeSpace, dass Missy Magazin, die Berliner Zeitung oder der Deutschland Funk. Zum Nachmittag ging es dann weiter mit verschiedenen Qualifikationsworkshops zu den einzelnen Social-Media-Kanälen und spezifischen Insights über das Online Marketing von der Agentur Cosmonauts&Kings. Das Triple an interessanten Veranstaltung macht ein Vortrag von Florian Eisheuer voll, der als Teil der Amadeu Antonio Stiftung, uns über Hate Speech aufklärt. Dies mündete in ein Planspiel, bei dem wir einmal unserem inneren Troll freien Lauf lassen konnten. Wir bombardierten eine fiktive Juso-Seite auf Facebook mit Hasspostings, während ein kleines Team versuchen musste als Social-Media Team uns standzuhalten. Wie zu erwarten grenzte dies fast ans Unmögliche.Nach so einem anstrengenden Tag konnte es natürlich eine Aktivität geben, die das Rebellische, das Unkonventionelle und Junge bei den Jusos widerspiegelt …
Minigolf!
Und so endete auch der Samstagabend in einem geselligen Beisammensein. Der Sonntag war kurz gehalten mit einem Vortrag und einem Workshop in Bezug auf das Entwickeln von Kampagnen. Und so endete wieder ein ereignisreiches Juso-Wochenende, bei dem man viel neues Lernen konnte und sich auszeichnete im Networking, menschlich und wie digital.