Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung mit einer überaus knappen Mehrheit die Öffnung der Schuleinzugsbereiche in der Stadt Magdeburg beschlossen. Dies bedeutet, dass die Schulen ab sofort darum kämpfen müssen, dass sich ausreichend viele Schüler für sie entscheiden, damit für die Schule nicht die Schließung droht. Des Weiteren steht nun auch die Finanzierung von Schulsanierungen auf dem Spiel. Hiervon sind vor allem Grund- und Sekundarschulen betroffen.
Die Jusos Magdeburg befürworten die vom Finanzminister angekündigte Überarbeitung des Finanzausgleichsgesetzes. Allerdings wird gleichzeitig die Beteiligung aller Betroffenen, insbesondere von entsprechenden Kommunalpolitikern, wie zum Beispiel dem Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, in geeigneter Form empfohlen. Ein von ihm angebotenes Gespräch wurde in naher Vergangenheit leider abgelehnt. Auf diesem Wege kann die Überarbeitung transparenter - wie von Jens Bullerjahn angekündigt - erfolgen.
Der Magdeburger Stadtrat beschloss in seiner letzten Sitzung einstimmig, gegen die Auflagen des Landesverwaltungsamtes Halle (Saale) zu verstoßen. Die Jusos Magdeburg unterstützen dieses Vorgehen. Bei strikter Einhaltung des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) wäre die Stadt Magdeburg nicht mehr in der Lage, seine eigenen Schulden abzubauen, welche bis Ende 2011 voraussichtlich etwa 449,7 Mio. Euro (vgl. Haushaltsplan 2011 der Stadt Magdeburg, DS0414/10 Anlage 7) betragen werden. Dieses FAG benachteiligt gut wirtschaftende Kommunen und ist nicht nachvollziehbar.
„Die Absage von Jens Bullerjahn an Magdeburg ist bedauerlich. Es kann nicht sein, dass er die Schulden des Landes Sachsen-Anhalt auf den Schultern der Kommunen abbaut und diesen Vorgang als seinen eigenen Verdienst ausgibt. Wenn die Kommunen am Schuldenabbau beteiligt werden, muss in erster Linie deren Haushalt, insbesondere deren eigener Schuldenabbau sichergestellt sein“, so Robert Willnow, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Magdeburg.
Magdeburg. In den vergangenen Tagen einigten sich die Mitglieder der Fraktion „SPD-Tierschutzpartei-future!“ auf der Stadtratssitzung am 23. Juni einen Antrag auf Beflaggung des Rathauses anlässlich des CSD stellen.

Die Jusos Magdeburg beschlossen auf ihrer Sitzung am 05. Juni 2011, die SPD-Stadtratsfraktion aufzufordern, dem Aufhängen der Regenbogenfahne zum diesjährigen Christopher-Street-Day vor dem Rathaus zuzustimmen.
Außerdem soll Oberbürgermeister Lutz Trümper die Schirmherrschaft des CSD übernehmen.
Jedes Jahr wird an verschiedenen Terminen in verschiedenen Städten in ganz Deutschland durch Straßenfeste, politische Aktionen und Paraden der Christopher-Street-Day begangen. Der Tag gilt als Beginn der Bewegung gegen die Diskriminierung homosexueller Lebensweisen. In vielen Städten ist der CSD schon lange im „Mainstream“ angekommen. Menschen aller Lebensweisen feiern zusammen, dass Minderheiten in ihrem Kampf gegen Ausgrenzung, Kriminalisierung und Diskriminierung schon weit gekommen sind.
Auf der heutigen Sitzung des Juso-Stadtverbandes Magdeburg wurde Tina Rosner für den freigewordenen Posten der stellvertretenden Vorsitzenden des Juso-Landesverbandes nominiert. Die Nachwahl wurde durch den kürzlichen Rücktritt von Annika Seidel notwendig.
Die 19jährige Studentin, die bereits als Stellvertreterin der Juso Magdeburg Erfahrungen in der Vorstandsarbeit sammeln konnte, bedankte sich für die einstimmige Nominierung und das in sie gesetzte Vertrauen.
Sie betonte, dass sie ihr Engagement in der Schülervertretung, der Juso-Hochschulgruppe Magdeburg sowie im Juso-Landesarbeitskreis „Gleichstellung und Zukunft“ nutzen wird, um sich besonders in der Bildungspolitik und der Gleichstellungspolitik einzubringen.
Bei der gestrigen Landtagswahl konnte sich die sachsen-anhaltische SPD im Gegensatz zur letzten Landtagswahl leicht verbessern, blieb aber mit 21,5 Prozent der gültigen Stimmen dennoch hinter ihren Erwartungen zurück.
In Magdeburg erhielt die SPD mit 24 Prozent das beste Ergebnis in ganz Sachsen-Anhalt und konnte sich somit noch vor den Linken als zweitstärkste Kraft positionieren. Trotz des schlechten Wahlergebnisses für die SPD, ist die gestiegene Wahlbeteiligung und das Scheitern der rassistischen und menschenverachtenden NPD an der Fünfprozent-Hürde ein Grund zur Freude.