Unter dem Motto: „UNITED WE MAKE HISTORY – SOLIDARITY NOW!" fand vom 9-12. Mai das Workers Youth Festival in Dortmund statt. Jusos, Falken und etliche Jugendorganisationen aus der ganzen Welt sind im Dortmunder Fredenbaumpark zusammengekommen um die 150jährige Geschichte der ArbeiterInnen-Jugendbewegung zu feiern. Insgesamt waren über 3000 Mitglieder der verschiedenen Jugendorganisationen vertreten, darunter auch eine neunköpfige Delegation der Jusos Sachsen-Anhalt.wyfDelegation der Jusos und Falken Sachsen-Anhalt

 

Magdeburg wird „das neue Dresden", so oder so ähnlich waren die Äußerungen vieler Beobachter der rechten Szene in den letzten Monaten. Diese Bezeichnung in Anspielung auf die jahrelang mehr oder weniger erfolgreichen Aufmärsche der Rechten, die sich zwischenzeitig zum größten Naziaufmarsch Europas entwickelt hatten, erwies sich heute als falsch. Gerade einmal 800 Teilnehmer zählte der Aufmarsch der rechtsextremen „Initiative gegen das Vergessen", welche seit Jahren versuchen die Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Im letzten Jahr waren noch 1200 Nazis diesem Aufruf gefolgt und 2011 waren es 1000. ostelbien2013Viele Organisationen und Bündnisse haben daher auch dieses Jahr zu vielfältigen und friedlichen Aktionen aufgerufen um die Stadt zu besetzen und deutlich zu machen: Magdeburg ist kein Ort für Neonazis! Durch die „Meile der Demokratie", auf der zahlreiche Organisationen, Vereine und Verbände aus Sport, Kirche, Politik und Kultur sowie Schulen, wurde die Innenstadt für mögliche Nazi-Routen gesperrt. In anderen Teilen Magdeburgs wurden ebenfalls mehrere Aktionen angemeldet.

Am Samstag den 29. September 2012 organisierten die NPD, ihre Jugendorganisation sowie die sogenannten „Freien Kräfte" in Stendal einen Aufmarsch. Seitdem vor zweieinhalb Jahren die „Freien Kräfte“ mit einer stark verkürzten Route daran scheiterten ernsthaft von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden, versuchten die Neonazis diesmal anlässlich der Situation um die beiden ehemaligen Sexualstraftäter im Stendaler Ortsteil Insel politisch Kapital zu schlagen.sdl2Gegenveranstaltung der Stadt Stendal zum Naziaufmarsch

Es ist nicht das erste Mal, dass Rechtsextremisten versuchen mit simplen Forderungen nach härteren Strafen - oder sogar der Todesstrafe - für Sexualstraftäter an die Empörung und Rachegelüste in Bezug auf dieses emotionsgeladene Thema anzuknüpfen. Im Ortsteil Insel gab es in den vergangenen Monaten bereits mehrere Demonstrationen von Einwohnern, die von Neonazis aus der Region unterstützt wurden.

Am 18. August fand in der Magdeburger Hegelstraße das Straßenfest zum Abschluss der Christopher Street Day-Aktionswoche statt. Auf diesem waren neben Vertretern vieler anderen Organisationen, Vereine und Parteien auch Mitglieder des Landesarbeitskreises der Lesben und Schwulen in der SPD Sachsen-Anhalt (Schwusos) vertreten. Diese wurden sowohl organisatorisch als auch bei der Betreuung des Infostandes maßgeblich von den Jusos Magdeburg unterstützt, so dass es hier zu einen landesweiten Kooperation verschiedener Gruppen kam.

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Gemeinsamer Infostand der Schwusos und der Jusos

Durch die durchgehende Präsenz vieler junger Leute am Stand gelang es häufig Kontakt zu den Besuchern herzustellen und über die Notwendigkeit der Gleichstellung von Homosexuellen und Transgendern mit heterosexuellen aufzuklären. Tina Rosner, stellvertretende Juso-Stadtvorsitzende, hierzu: „Es ist schön zusehen, wie sich das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Gleichstellung verschiedener Lebensentwürfe in der Bevölkerung immer weiter durchsetzt. Unsere Gesellschaft ist hier auf einem guten Weg, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt. Daher werden wir Jusos unser Engagement in diesem Bereich auch zukünftig fortführen."

An diesem Wochenende trafen sich die Jusos Sachsen-Anhalt in Köthen zu ihrer jährlichen Landesdelegiertenkonferenz. Wie zweijährlich üblich, wurde auch dieses Mal ein neuer Landesvorstand gewählt. Die Magdeburger Kandidatin für den stellvertretenden Landet1Tina Rosner auf der LDKsvorsitz, Tina Rosner, erhielt hierbei das beste Einzelergebnis aller KandidatInnen. Von den 51 stimmberechtigten Delegierten erhielt sie 44 Stimmen. „Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis und danke den Jusos für das in mich gesetzte Vertrauen. Diese Stimmzahl ist nicht nur eine Bestätigung meiner bisherigen Tätigkeit, sondern stellt für mich auch einen weiteren Anspruch an meine Arbeit im neuen Landesvorstand dar“ so Tina Rosner. Die Wahl der 6 Delegierten für den Juso-Bundeskongress im November in Halle war für die Magdeburger Delegation ebenfalls erfolgreich. Carlo Reifgerste und Raphaela Spitaler wurden als Delegierte gewählt.

Neben den Personalentscheidungen wurden auch über 60 inhaltliche Anträge besprochen. Der Stadtverband Magdeburg brachte selbst 14 Anträge ein, wovon 13 eine Mehrheit gefunden haben. Insgesamt ist die 11-köpfige Delegation des Stadtverband Magdeburg mit dem Ausgang der LDK mehr als zufrieden.

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