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Am vergangenen Samstag organisierte die rechtsextreme „Initiative gegen das Vergessen” wie auch in den vergangenen Jahren erneut einen Aufmarsch, um das Gedenken der Opfer der Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 für ihre Zwecke zu missbrauchen. Auch wenn es nicht gelang den Aufmarsch der knapp 1200 Nazis zu verhindern, zeigten sich die Jusos angesichts der verstärkten Mobilisierung innerhalb der Magdeburger Zivilgesellschaft mit dem Tag zufrieden.

„Wir danken den 10.000 Menschen, die aus ganz Sachsen-Anhalt nach Magdeburg kamen um an den Gegenveranstaltungen zum Aufmarsch teilzunehmen“, so Martin Kröber, Koordinator des Juso-Landesarbeitskreises „Gegen Rechts“. „Sie setzten damit ein klares Zeichen gegen das menschenverachtende Weltbild der Neonazis und gaben den Nazis zu verstehen, dass sie in Magdeburg und in ganz Sachsen-Anhalt nicht erwünscht sind!“ Besonderen Dank sollte nach Meinung der Jusos an den KanTe e.V. gehen, der die „Junge Meile“ mit ihrem Kulturprogramm organisiert hat.

Die mittlerweile 4. „Meile der Demokratie“, ist ein Zusammenschluss von 170 Organisationen aus den Bereichen Sport, Politik, sowie den Sozialverbänden, kirchlichen Organisationen und Schulen. Sie nutzten die Gelegenheit sich mit Informationsständen sowie verschiedenen Programmen und Aktionen der breiten Öffentlichkeit im Rahmen eines Straßenfestes vorzustellen.

Neben der Meile der Demokratie beteiligten sich die Jusos auch an der Mahnwache vor der Synagogengemeinde am Neustädter Bahnhof. "Es war uns wichtig, mit dieser Aktion unsere Solidarität mit den jüdischen Mitbürgern Magdeburgs auszudrücken!"

„Rechtsextremismus ist nicht nur ein parlamentarisches Problem, auch wenn viele Politiker es leider immer wieder darauf reduzieren. Rechtsextremismus ist ein gesellschaftliches Problem, das trotz Wahlniederlage der NPD bei der Landtagswahl 2011 nicht gebannt ist“, warnt Kröber. „Und damit steht für die Jusos Sachsen-Anhalt auch die nächste Veranstaltung fest: Wenn Dresden-Nazifrei ruft, sind wir dabei!“